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Online - Materialien
- Welche Handlungsstrategie soll der Betriebsrat wählen?
- Fall Horst
- Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
- Fall Celine
- Rechtliche und politische Wege bei personellen Maßnahmen
- Fall Franz
- Beteiligung in einer BAT - Eingruppierungskommission
- Fall Cornelia
- Dienstwagen fürs Seminar
- Fall Werner
- Ein schwieriger Start für einen neuen und kleinen BR
- Fall Heidrun
- Qualitätsanspruch im Arbeitsbereich im Konflikt mit dem Rollenverständnis des BR / des BR-Mitgliedes
- Fall Claudia
- Die Schwachen trifft es zuerst - Krankheit, Fehlzeiten, Kündigung in Restrukturierungsprozessen
- Fall Rudi
- Der Geschäftsführer als Tyrann und die Einrichtungsleitung als Ausfall
- Fall Ilke
- Die gewerkschaftliche Axt im pädagogischen Wald
- Fall Katja
- Verletzte Schweigepflicht oder der Beamte als Störer
- Fall Ruth
- Die Bedeutung des Personalratsgremiums für die Vorsitzende
- Fall Sarah
- Dauerkonflikt mit dem Geschäftsführer
- Fall Otto
- Personalratsvorsitz als Führungsaufgabe
- Fall Rainer
- Druck durch PR-Kollegen
- Fall Sabine
- Fehlende Freistellung und Arbeitsdruck
- Fall Karin
- Das Selbstverständnis des PR in seiner Bedeutung für den Beteiligungs- und Informationsstil der Dienststelle
- Fall Nora
Die Bedeutung des Personalratsgremiums für die Vorsitzende
Fall Sarah
Anlage: Zielvereinbarung im Betrieb
Als Vorsitzende eines PR erzählt Sarah von ihren vergeblichen Versuchen, die übrigen PR-Mitglieder zu aktivieren. Sie schildert dies am Beispiel einer Aktion gegen eine Teilprivatisierung. Die Opposition ihres Stellvertreters und einer Gruppe "Stänkerer" muss sie alleine angehen. Die anderen zeigen freundliche Zustimmung bei strikter Ablehnung der Übernahme von Arbeit und Verantwortung.
Handlungsproblematik:
Sarah führt als neue Vorsitzende einen neuen Politikstil ein. Die Mehrheit des Gremiums lässt sich nicht zur Mitarbeit bewegen. Dieser mangelnden Motivation steht ihre Arbeitsüberlastung gegenüber.
Kernthemen:
- Politik im Gremium
- Aufgabenverständnis - Beteiligungspolitikstile
- Motivation Führungsstil
- Aufgaben-, Selbstverständnis
- Führung über Ziele
AutorInnen: Gerlinde Rücker-Lindner, Michael Lindner
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Verletzte Schweigepflicht oder der Beamte als Störer
Fall Ruth
Anlage: Umgang mit Konflikten im Strukturwandel
Ruth ist seit kurzem Vorsitzende eines PR in einer Stadtverwaltung. Seit Kriegsende war dieses Gremium eine Domäne männlicher Beamter. Jetzt übernehmen Angestellte die Führung, mit einem neuen Stil. Der Beamte Max kämpft um Rechte seiner Gruppe und um seinen Aufstieg. Es kommt zu einem tiefgehenden Konflikt zwischen ihm und Ruth
Handlungsproblematik:
In der Strukturänderung der Organisation nach Zusammenlegung von Krankenhaus und Verwaltung werden neue Chancen aber auch die Einflüsse alter Machtgruppen gesehen. Auf einer zweiten Ebene geht es um den persönlichen Umgang im PR nach harten Konflikten.
Kernthemen:
- Wie geht der Personalrat mit dem Strukturwandel um - Strukturelemente Von Organisationen und ihre Dynamik
- Analyse des Konfliktes und seiner Dynamik - Umgang mit Konflikten, Konfliktmanagement
AutorInnen: Gerlinde Rücker-Lindner, Michael Lindner
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Der Geschäftsführer als Tyrann und die Einrichtungsleitung als Ausfall
Fall Ilke
Eine Betriebsratvorsitzende in einer Einrichtung der Altenhilfe berichtet von Problemen mit dem Geschäftsführer und der Einrichtungsleiterin. Sie kritisiert die persönlichen Führungsstile, die mangelnde Beachtung des Betriebsrates. Andererseits aber auch von der fehlenden Solidarität und Aktivität der Betriebsräte im Einrichtungsverbund
Handlungsproblematik:
Druck auf Vorsitzende durch persönliches Verhalten des Geschäftsführers. Widerspruch zwischen wirtschaftlicher Situation und Handlungsmöglichkeiten der Betriebsräte lähmt solidarisches Verhalten. Fehlender Ansatz für wirksame Strategie
Kernthemen:
- Hierarchie, Herrschafts- und Führungsstile
- AutorInitäre Herrschaftsformen und Führungsstile
- Macht, Machtressourcen
AutorInnen: Gerlinde Rücker-Lindner, Michael Lindner
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Beteiligung in einer BAT - Eingruppierungskommission
Fall Cornelia
Anlage: Co-Management des BR in Veränderungsprozessen
Anlage: Wettbewerbsvorteil durch modernes Co-Management Ein Interview mit dem BR-Vorsitzenden Peter Reißaus [üstraNEWS]
Im Finanzamt einer westdeutschen Großstadt sollen alle Eingruppierungen durch eine Eingruppierungskommission überprüft werden. Der PR beteiligt sich an dieser Kommission als stimmberechtigtes Mitglied neben Vertretern der Dienstellenleitung. Gleich bei den ersten zu bewertenden MitarbeiterInnen kommt es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den Betroffenen und dem PR, weil sie sich von der Eingruppierungskommission nicht korrekt behandelt und vom PR nicht richtig vertreten fühlen. Daraufhin steht für Cornelia das gesamte Konzept der Beteiligung in Frage.
Handlungsproblematik:
Cornelia ist sich unsicher darüber, ob eine Teilhabe an Entscheidungen des AG der richtige Weg für den PR ist. Sie fühlt sich in einer Zwickmühle zwischen den Anforderungen des AG und dem Anspruch der Beschäftigten, ihre Interessen konsequent zu vertreten.
Kernthemen:
- Vertrauensverlust gegenüber PR
- Co-Management, Machtteilhabe
- Beziehung zwischen PR-Mitgliedern
AutorIn: Clemens Haardiek
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Rechtliche und politische Wege bei personellen Maßnahmen
Fall Franz
Anlage: Ausländer in Deutschland - Vom Gastarbeiter zum Mitbürger (Goethe-Institut)
Anlage: Arbeitsrechtliche Konsequenzen bei ausländerfeindlicher Betätigung (von Ignatz Hegge-mann, Fachanwalt für Arbeitsrecht)
Anlage: Diskriminierung am Arbeitsplatz - aktiv werden für Gleichbehandlung (DGB Broschüre)
Anlage: Warum ist die Finanzlage der Kommunen so kritisch (Faktenpapier des Deutschen Städtetages)
Anlage: Millionen zahlen Steuern - Millionäre sollen es auch: Vermögenssteuer (ver.di-flyer)
In einem Betrieb des Öffentlichen Dienstes soll einigen türkischen Putzfrauen betriebsbedingt gekündigt werden, weil durch eine Neuorganisation Aufgabenpotenzial in ihrer Abteilung weggefallen ist. Alternativ schlägt die Geschäftsleitung dem Betriebsrat vor, das verringerte Arbeitsvolumen durch freiwillige Herabstufung der betroffenen Putzfrauen von Voll- in Teilzeit zu kompensieren. Dies soll der Betriebsrat organisieren.
Handlungsproblematik:
Franz ist enttäuscht von der mangelnden Solidarität der türkischen Mitarbeiterinnen untereinander, aber auch von der mangelnden Hilfsbereitschaft anderer - insbesondere auch seiner BR-KollegInnen - ihnen gegenüber.
Kernthemen:
- Mitbestimmung bei Mehrarbeit
- Minderheitenschutz als BR-Aufgabe
- Politischer Handlungsrahmen des BR. Politische Handlungsmöglichkeiten des BR
AutorIn: Clemens Haardiek
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Dienstwagen fürs Seminar
Fall Werner
Anlage: Ablaufplan Seminar nach §37 Abs.6
Zwei BR-Mitglieder fahren zu einem Seminar. Sie wollen dazu einen Dienstwagen nutzen, der aber am Morgen der Fahrt nicht zur Verfügung steht. Sie treten die Dienstreise im privaten PKW an. Da auch der BR-Vorsitzende nicht ganz unbeteiligt an diesem Missgeschick war, wird ihnen im Verlauf der Fallbearbeitung einiges klar über die Beziehungen in ihrem Gremium.
Handlungsproblematik:
Werner versteht nicht die Interaktionsvorgänge im BR-Gremium; er fragt sich, welche Rolle wer in diesem Gremium spielt und welche er einnehmen soll.
Kernthemen:
- Rollenverteilung im BR
- Macht / Führung
- Seminarkosten des BR
AutorIn: Clemens Haardiek
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Die Schwachen trifft es zuerst - Krankheit, Fehlzeiten, Kündigung in Restrukturierungsprozessen
Fall Rudi
Marcella arbeitet im Vertriebszentrum eines Versorgungsunternehmens und wird gesundheitlich durch ein Rückenleiden start eingeschränkt. Sie fällt häufig und lange krankheitsbedingt aus. Ihr Arbeitgeber, der in einer Phase verschärfter Wettbewerbsbedingungen betriebliche Restrukturierungsmaßnahmen durchführt, sieht darin vermeidbare Kosten und sinnt auf Abhilfe durch Druck auf kranke Beschäftigte.
Handlungsproblematik:
Rudi, BR-Mitglied, arbeitet in der gleichen Abteilung wie Marcella und sieht in dieser Situation die Solidarität - auch des BR - mit den kranken KollegInnen schwinden. Gleichzeitig sieht er auch den Druck, der auf dem Abteilungsleiter und den anderen MitarbeiterInnen dort aufgrund der Marktsituation lastet. Er fürchtet, dass sein BR diesem Druck ebenfalls nachgibt und das persönliche Schicksal von Marcella nicht so wichtig nimmt. Rudi sucht einen Weg, um Marcella dauerhaft zu helfen.
Kernthemen:
- Führungsstil / Zusammenarbeit Geschäftsleitung - Betriebsrat
- Krankenrückkehrgespräche - Mitbestimmung des BR in sozialen Angelegenheiten
- Krankheitsbedingte Kündigung
AutorIn: Clemens Haardiek
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Welche Handlungsstrategie soll der Betriebsrat wählen
Fall Horst
Anlage: Beendigung Arbeitsverhältnis
Anlage: Überblick Arbeitnehmerschutzrechte
In einem Straßenmeistereibetrieb (städtische GmbH) soll ein Mitarbeiter nach mehrmaliger Ermahnung und Abmahnung gekündigt werden. Dabei stellt sich heraus, dass der Mitarbeiter unter Betreuung steht und nicht voll geschäftsfähig ist. Der Geschäftsführer befürchtet nicht rechtwirksam kündigen zu können und bittet den BR-Vorsitzenden in einem 4-Augen Gespräch um "Mitarbeit".
Handlungsproblematik:
Konflikt zwischen Betriebsinteressen, Interessen der Belegschaft und Interessen des Einzelnen
Kernthemen:
- Abmahnung - Ermahnung
- Pflichten des Arbeitnehmers
- Fürsorgepflicht des Arbeitgebers
- Schwerbehinderten- und Betreuungs-recht
- Kündigungsschutz
- Arbeitsschutz
- Sucht und Suchtprävention
- Teilzeit- und Befristungsgesetz
AutorIn: Brigitte Bösch
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Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
Fall Celine
Anlage: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz - Ein Kavaliersdelikt? (Vortrag von Gabriele Gölzer, Frauenbeauftragte)
Anlage: Betriebsvereinbarung (Konzept "Gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und im Studium an der Universität Bern")
Anlage: Teilzeit- und Befristungsgesetz - TzBfG
Anlage: Teilzeit- und Befristungsgesetz - gesamt
Celine ist stellvertretende BR-Vorsitzende bei den Stadtwerken (stadteigene GmbH). Der Betrieb hat 310 Beschäftigte von denen einige befristete Arbeitsverträge für teilweise kurze Zeiträume haben. Der Großteil dieser befristet Beschäftigten sind weibliche Hilfskräfte im Reinigungsdienst. Der BR-Vorsitzende ist freigestellt. Als er im Urlaub ist, kommt die Kollegin Bella aus dem Reinigungsdienst zu Celine und beschwert sich über sexuelle Belästigung durch ihren Vorgesetzten.
Handlungsproblematik:
Welche arbeitsrechtlichen Möglichkeiten gibt es im Falle von sexueller Belästigung? Welche Handlungsmöglichkeiten hat der BR für den Schutz der Betroffenen einzutreten?
Kernthemen:
- Fürsorgepflicht des Arbeitgebers
- Arbeitsschutz
- Gleichstellung von Mann und Frau
- Schutz vor sexueller Belästigung
- Aufenthaltsrecht für ausländische Arbeitnehmer
AutorIn: Brigitte Bösch
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Ein schwieriger Start für einen neuen und kleinen BR
Fall Heidrun
Anlage: 10 Argumente für die Einbeziehung der Mitarbeiter in Problemlösungen
Anlage: Betriebliche Regelungsmöglichkeiten
Anlage: Beteiligungsrechte des BR bei personellen Einzelmaßnahmen
Anlage: Verfahrensablauf zur Sicherung der MB-Rechte des BR
Anlage: Sammlung von Musterschreiben für Betriebsräte
Anlage: Software für die BR-Sitzung
Anlage: Muster einer Geschäftsordnung
Ein Krankenhaus gründet eine Service GmbH aus. Dort wird ein dreiköpfiger BR gewählt. Alles junge, meist unerfahrene Kolleginnen. Die drei versinken im Kompetenz-Gerangel und in den unbestimmten Strukturen des Betriebes. Die GL springt mit ihnen um und sie wissen nicht, wie sie als BR überhaupt die Füße auf den Boden bekommen sollen.
Handlungsproblematik:
Heidrun hat das Gefühl, einfach nicht mehr zu wissen, was sie zuerst und zuletzt tun soll. Sie ist sich vollkommen unsicher in ihrer Rolle als BR-Vorsitzende.
Kernthemen:
- Arbeitsmöglichkeiten für Klein-BRs
- Rechtliche Aspekte der Seminarteil-nahme von BR-Mitgliedern
AutorIn: Clemens Haardiek
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Ein schwieriger Start für einen neuen und kleinen BR
Fall Claudia
Anlage: BR und betriebliche Reorganisation - Zur Modernisierung eines ‚alten Hasen' (von Hermann Kotthoff)
In einer Kindertagesstätte soll einer Erzieherin kurz vor dem Ende ihrer Probezeit gekündigt werden. Da die Geschäftsleitung es versäumt hat, den BR rechtzeitig zu informieren, läuft sie nun Gefahr, nicht mehr vor dem Ende der Probezeit kündigen zu können, wenn der BR seine Fristen ausschöpft. Claudia befürwortet die Kündigung, weil die betroffene Erzieherin nach ihrer Meinung für den Beruf ungeeignet ist und eine Gefahr für die Qualität der Arbeit in dieser Einrichtung darstellt. Die Mehrheit des BR widerspricht jedoch der Kündigung und verwirft Claudias Argumente.
Handlungsproblematik:
Claudia ist enttäuscht von der Reaktion der BR-KollegInnen; sie hätte ein größeres Ein-gehen auf ihre eigenen Argumente erwartet. Sie fühlt aber auch die Diskrepanz zwischen ihrem Anspruch an die Arbeitsqualität in ihrem Bereich und ihrer Schutzfunktion für die Arbeitnehmer ihres Betriebes. Sie möchte wissen, wie sie sich in diesem Dilemma hätte anders, besser verhalten können.
Kernthemen:
- Ablehnungsgründe nach § 102 BetrVG
- Fristen im Zusammenhang mit Kündigungen
- Rollenverständnis BR-Mitglieder / Machtverhältnisse im BR
AutorIn: Clemens Haardiek
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Die gewerkschaftliche Axt im pädagogischen Wald
Fall Katja
Die Fallerzählerin Katja berichtet von einem Seminar, in dem sie sich mit ihrem Verständnis von Teilnehmerorientierung gegen den, auf pure Stoffvermittlung fixierten, Seminarleiter nicht durchsetzen kann, der zugleich verantwortlicher Gewerkschaftssekretär für ihren Betrieb ist. Aus ihrer Sicht scheitert das gut vorbereitete Seminar.
Handlungsproblematik:
Unterschied zwischen Methodeneinsatz und Teilnehmerorientierung und Fragen der Durchsetzung im Team
Kernthemen:
- Lehr/Lernverständnis: Teilnehmerorientierung - Subjektorientierung
- Quellen der Macht in diesem Fall
AutorInnen: Gerlinde Rücker-Lindner, Michael Lindner
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Dauerkonflikt mit dem Geschäftsführer
Fall Otto
Der Geschäftsführer der Klinik, in der Otto seit vielen Jahren die Interessen der Kolleginnen und Kollegen vertritt, belastet durch sein Nichteinhaltung von Informationszusagen, kurzfristige Terminverschiebungen und sein persönliches Verhalten die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat. In diesem Dauerkonflikt erlebt Otto immer wieder neue Facetten, aber keine Entwicklung in Richtung Änderung.
Handlungsproblematik:
BR Vorsitzender sieht sich durch das Verhalten des Geschäftsführers behindert, findet keinen Weg, gegen ihn anzukommen
Kernthemen:
- Umgang mit Konflikten
- Umgang mit Machtausübung
- Sanktionsmöglichkeiten bei Behinderung der BR Arbeit
AutorInnen: Gerlinde Rücker-Lindner, Michael Lindner
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Personalratsvorsitz als Führungsaufgabe
Fall Rainer
Der Vorsitzender Rainer und seine Stellvertreterin Marie vertreten unterschiedliche Politikstile. Dadurch kommt es zu einem Vertrauensverlust. Marie wird abgewählt. Es treffen Proteste ein, da sie die höchste Zahl an Wählerstimmen hatte. Rainer sorgt sich um seine Wiederwahl.
Handlungsproblematik:
Im Personalrat vertreten der Vorsitzender und seine Stellvertreterin unterschiedliche Politikstile. Die Stellvertreterin wird abgewählt, hat aber Unterstützung bei den Beschäftigten.
Kernthemen:
- Politikstile
- Machtfrage
- Rechtliche Würdigung
- Öffentlichkeitsarbeit
- Transparenz
AutorInnen: Gerlinde Rücker-Lindner, Michael Lindner
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Druck durch PR-Kollegen
Fall Sabine
Sabine ist erst einige Monate im Personalrat. Im Sommer vertritt sie den Vorsitzenden. Alles will sie richtig machen. Aber sie fühlt sich überlastet. In der zweiten Sitzung drückt Rainer ihr noch eine Zusatzaufgabe auf. Sie fühlt sich nicht akzeptiert. Die ohnehin angespannte persönliche Beziehung entwickelt sich zur Krise.
Handlungsproblematik:
Stellvertretung und Freistellung, Konflikte mit PR Kollegen
Kernthemen:
- Konkurrenz, Selbstständigkeit, Führung
- Konfliktfähigkeit, Streitkultur, Trennung persönlich/sachlich
- Freistellungsregelung in Vertretungssituationen
AutorInnen: Gerlinde Rücker-Lindner, Michael Lindner
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Fehlende Freistellung und Arbeitsdruck
Fall Karin
Karin kämpft in Ihrer Kreisverwaltung seit fünf Jahren um Arbeitsentlastung als Ausgleich für die Zeiten, die sie für die Personalratsarbeit aufbringt. Die Kolleginnen und der Kollege in ihrer Abteilung nehmen die Vertretung nicht wahr. Der Abteilungsleiter macht Druck und der Dienststellenleiter genehmigt keine zusätzliche Stelle.
Handlungsproblematik:
Arbeitsentlastung als Ausgleich für PR Arbeit wird abgelehnt. Abteilungsleiter und Kollegen aus dem Arbeitsbereich machen Druck wegen Nichterledigung von Arbeit und ausfallende Zeit am Arbeitsplatz. Dienststellenleiter erörtert nicht ausreichend
Kernthemen:
- Rechtliche Grundlagen für Freistellung
- Informations- und Erörterungspflicht des Dienststellenleiters
- Arbeitsmoral, moralische Begründung der PR-Arbeit, Anerkennung
- Frauen und Macht
AutorInnen: Gerlinde Rücker-Lindner, Michael Lindner
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Das Selbstverständnis des PR in seiner Bedeutung für den Beteiligungs- und Informationsstil der Dienststelle
Fall Nora
Anlage: Betriebsratstypen aus: Hermann Kotthoff, Betriebsräte und Bürgerstatus. Wandel und Kontinuität betrieblicher Mitgestaltung. 1993
Der Personalrat (PR) wird in beteiligungsrelevante Vorgänge der Gemeinde Sonnenwagen wenig eingebunden. Seinem Verständnis von Interessenvertretung nach erscheint ein intensives Engagement für die Beschäftigten aus Zeitgründen nicht möglich. Diesem Zustand entgegen möchte sich Nora als neue PR-Vorsitzende für alle Beschäftigten engagieren. Entsprechend möchte sie die PR-Arbeit und das Verhältnis zur Dienststelle neu ges-talten. Dabei stößt sie im PR als auch bei der Dienststelle auf erhebliche Widerstände.
Handlungsproblematik:
Nora ist in ihrer neuen Funktion als PR-Vorsitzende mit zwei Problemen konfrontiert: Zum einen weiß sie nicht genau, wie sie ihre Vorstellungen von solidarischer Personalratsarbeit in einem Gremium realisieren kann, das sich anscheinend von der Gesamtheit der Beschäftigten entsolidarisiert hat. Zum anderen möchte sie den PR gegenüber der Dienststelle neu profilieren, damit diese den PR frühzeitig über Personalmaßnahmen informiert.
Kernthemen:
- Beteiligung der Personalvertretung
- Selbstverständnis des Personalrats
- Beteiligungs- und Politikstile
AutorInnen: Sigurd Mogler
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